Übersicht Aktionen - täglich aktualisiert
Foto: Bauernprotest in Eisleben
Eine Auswahl der Aktionen in Deutschland, von denen uns berichtet wurde, finden Sie ab jetzt immer hier unter News/BDM News. Wir bemühen uns, diese Liste einigermaßen zeitnah zu aktualisieren, weisen aber daraufhin, dass wir Aktionen nur dann berücksichtigen können, wenn man uns davon berichtet.
Eine Auswahl von Aktionen, Freitag 18. September (Quelle: Berichte von Milcherzeugern und Presseberichte):
Niedersachsen
Viele kleinere Aktionen: Milch wird in Langneedel unter den Augen des CDU–Fraktionsvorsitzenden aus Güllewagen verteilt.
In Geseke (Kreis Soest) wurde auf einem Betrieb einen Milchverschenkaktion durchgeführt.
Mit zwei Güllefässern brachten Landwirte 10.000 Liter Milch auf ein Feld in Geseke (Kreis Soest) aus.
Fantasievolle Aktion im Landkreis Emden, Groß-Midlum und Freepsum, um 11 Uhr „Beisetzung der Milch“.
Güllefassaktion in Olfen, Coesfeld, 150 Landwirte und fünf Fässer waren dabei.
Nordrhein-Westfalen
Eindrucksvolle Aktion auf dem Bergischen Bauerntag, Lindlar, mit Vertretern von CDU, Grüne, SPD und Sabine Holzmann und Stefan Mann.
In Lindlar wurden am Donnerstag mit den vier Fässern rund 20 000 l Milch versprüht, der Oberbergische Kreis kam somit auf insgesamt 40 000 kg.
Hessen
60.000 l Milch wurden im Kreis Marburg aufs Feld gebracht.
Landkreis Fulda: Freitag wurden um 16 Uhr in Neuhof hinter Aldi und Lidl auf einer Wiese (die einem Landwirt gehört) ca. 50.000 Liter Milch versprüht
Saarland
Größere Kundgebung vor dem saarländischen Landtag gegen die „ruinös niedrigen Milchpreise“. „Wenn sich in der Politik nichts bewegt, wird der Druck erhöht“, sagte ein Sprecher der Bauern. Zahlreiche Bauern mit Schleppern und Kühen fuhren auf und kippten viele tausend Liter Milch vor den Eingang. Insgesamt waren 45 Schlepper mit Landwirten auch aus Luxemburg und Frankreich zu Gast.
Sachsen-Anhalt
Rund 300 entschlossene Landwirte protestierten vor der Konferenz der deutschen Agrarminister in Eisleben gegen das „verantwortungslose Nichtstun“ der deutschen Länder-Agrarminister. Sie waren mit großen Milchtankwagen und Schleppern gekommen, versprühten 14 000 l Milch vor dem Tor und hinderten die Minister an der Abfahrt. Die Landwirte wichen trotz Drohungen der Polizei nicht vom Fleck und beendeten die Aktion erst nach einiger Zeit, nachdem die Minister gezwungen waren, unter massiver Abschottung der Polizei durch den Hinterausgang zu „fliehen“.
Bayern
Bayern bewegt sich – zahlreiche Aktionen landesweit.
Auswahl:
In Ansbach und in Waldenburg Milchausbringung.
Infoveranstaltung in Mettenheim
Milchbauernstammtisch in Landsberried.
Infoveranstaltung mit französischem Milcherzeuger in Vaterstetten.
Freyung-Grafenau, abends Besuch bei Minister Brunner mit Schleppersternfahrt nach Hohenau.
Landkreis Weilheim-Schongau: Schlepper in drei Landkreisen fuhren auf einer Strecke von 80/90 Kilometern über Landstraße, Aktion ging über drei Landkreise
Baden-Württemberg
Ebenfalls aktive Situation – Bauern protestieren landesweit massiv und mit Fantasie.
In Heddesheim vor Haupteingang des örtlichen EDEKA wird Milch ausgekippt und auf dem nahe gelegenen Acker Milch versprüht.
In Landkreis Donzdorf wurde am Freitag viele tausend Liter Milch versprüht.
Auch auf einem Acker bei Mindelheim/Kammlach wurden Tausende Liter Milch ausgebracht.
Am Abend großes Strohfeuer, das dann mit Milch aus Eimerketten gelöscht wurde. Teilnahme zahlreicher Verbraucher.
Email aus Kanada
Von: "Walter Kessler"
Betreff: Streik
Hallo Berufskollegen in ganz Europa,
ich moechte euch ganz herzlich zu eurem Mut und Kampfgeist gratulieren.
Ihr seid auf dem richtigen Weg. Nur wenn wir Produzenten ein Sagen haben in der
Mengen-Kontrolle werden wir gerechte Preise fuer unsere Produkte erhalten.
Wir verfolgen die Entwicklung der Dinge sehr genau und hoffen auf ein siegreiches Ende.
Ich kann mit sicherheit sagen, dass alle Produzenten in Canada hinter Euch
stehen und dass wir Euch das Beste wuenschen.
Wenn ihr konkret etwas braucht bitte wendet euch an das DFC oder an die federation des producteur du lait du quebec oder an mich, ich kann es weiter leiten.
Gruss Walter Kessler, Huntingdon Quebec
Eine Auswahl von Aktionen, Donnerstag, 17.9.2009, 18 Uhr (Quelle: Berichte von Milcherzeugern und Presseberichte):
Schleswig-Holstein
Hollingstedt/Hornbek: Milchbauern in Schleswig-Holstein haben am Mittwoch aus Protest gegen niedrige Preise erneut mehrere zehntausend Liter Milch weggekippt. Knapp ein Dutzend Milchbauern waren mit einem Güllewagen, randvoll mit Milch beladen, nach Hornbek gekommen.
Mecklenburg-Vorpommern
Aus Protest gegen die niedrigen Milchpreise haben am Mittwoch weitere Bauern in Mecklenburg- Vorpommern und Brandenburg ihrem Ärger Luft gemacht und die Milch auf Straßen und Äcker gekippt.
Niedersachsen
Mahnfeuer an der Strecke Breitlingen-Artenburg (Landkreis Lüneburg))
Leer/St. Georgiwold: Mit rund 20 000 Litern Milch haben am Mittwoch Landwirte aus dem Oberledingerland eine Wiese in Leer-Nettelburg an der Bundesstraße 70 gedüngt. Zeitgleich gossen Berufskollegen in St. Georgiwold (Rheiderland) gut 5000 Liter auf ein Feld.
Die Milchbauern aus dem Landkreis Lüneburg entzündeten am Mittwochabend Mahnfeuer als Protest gegen die niedrigen Erzeugerpreise für Milch. Zwischen Hohnstorf/Elbe und Brietlingen entlang der Bundesstraße 209 wurden mehrere Feuer angezündet. Zudem verteilten die Landwirte an den Ampeln in Brietlingen und Hohnstorf an Autofahrer Milch-Mix-Getränke.
Donnerstag: große Wahlveranstaltung in Osnabrück mit von der Leyen, zu Guttenberg, Wulff und weiteren. Milchbauern stellten Schildern mit der Aufschrift: „Hast du `ne KUH, wähl keine CDU!“ auf. Einige Schlepper mit Güllefässern wollen nach Osnabrück fahren.
Hessen
Am Donnerstag fuhren rund 50 Traktor-Güllewagengespanne zum Einkaufen ins Gewerbegebiet in Bebra.
Nordrhein-Westfalen
Veranstaltung am Mittwochabend in Eslohe mit französischem Bauern, Dolmetscherin und Graefe zu Baringdorf mit 400 Milchbauern in der Halle und 100 Schleppern davor.
Bayern
Informationsveranstaltung am Donnerstag in Bad Heilbrunn (Bad Tölz-Wolfratshausen)
Nürnberg, Kundgebung Jakobsplatz, Veranstaltung mit Merkel (Landkreis Tirschenreuth) Mit Buhrufen und Pfiffen haben Milchbauern am Abend eine Wahlkundgebung von Kanzlerin Angela Merkel in Nürnberg untermalt. Die mit Traktoren angerückten Landwirte forderten mehr Engagement der Kanzlerin für einen «fairen Milchpreis». Auf einer Spruchtafel stand «Merkel, auf dem Hof brennt es, Du verpennst es». Die Kanzlerin ging in ihrer Rede nur kurz auf die Protestierenden ein.
Kienig (Dachau): Am Mittwoch Milch ausgebracht, drei Güllefässer, 8- bis 10.000 Liter.
Milchbauerndemo in Erbendorf, Donnerstag, Thema: Solidarität mit unseren französischen Kollegen –„Wir verwerten die Milch!“ und die Milch lief über den Marktplatz.
Landkreis Weilheim-Schongau: Es gab am Donnerstag an zwei Stellen Güllefass-Aktionen mit 21 und 26 Traktoren mit Güllefässern und jeweils circa 200 Zuschauern.
Stammtisch in Langenmoos-Winkelhausen.
Infoveranstaltung in Bernau-Hittenkirchen
Baden-Württemberg
In Schwäbisch-Hall fast jeden Abend Infoveranstaltungen, Mittwoch, wurde in Schwäbisch-Hall Milch ausgebracht.
Schwarzwald: Bauern machen eine permanente Mahnwache vor der Breisgau Milch, am Mittwoch wurde bei Emmendingen Milch aus acht Fässern ausgebracht, 2.000 Liter wurden vor Aldi entsorgt. Bauern parken vor der Breisgaumolkerei und suchen Gespräch mit den Molkereivertretern.
Bauern verschenken Milch auf verschiedenen Volksfesten, auch am Donnerstag wird wieder Milch ausgebracht.
Milchausbringung am Donnerstag in Bad Wurzach, ständig abends Versammlungen.
Mittleres Kinzigtal: Rund 20 Milchbauern aus Gutach, Oberwolfach, Mühlenbach, Hofstetten und Hausach »düngten« Mittwoch die Wiese an der B33 in Hausach mit über 8000 Liter Milch.
Eine Auswahl von Aktionen, Mittwoch, 16.9.2009, 18 Uhr (Quelle: Berichte von Milcherzeugern und Presseberichte):
Mecklenburg-Vorpommern
Die Milchbauern in Mecklenburg-Vorpommern haben am Dienstag ihre Proteste ausgeweitet. Einem Bericht von NDR 1 Radio MV zufolge schütteten mehrere Milchbauern bei Penkow im Müritz-Kreis rund 1.000 Liter Milch auf die Bundesstraße 192. In Klocksin, ebenfalls im Müritz-Kreis, versprühten zwei Bauern über 10.000 Liter Milch mit Güllewagen auf den Feldern. Nachdem Landwirte angekündigt hatten, vor der Ostseemolkerei Hansano in Upahl (Landkreis Nordwestmecklenburg) Futtermittel abzukippen, sicherte die Polizei das Gelände und die Zufahrtswege. Am Lieferstreik beteiligten sich inzwischen "eine ganze Menge mehr" Betriebe, sagte Landwirt Peter Guhl.
Aktion am Mittwoch in Holthusen: Die Milch wurde mit Güllewagen ausgebracht. 14.00 Uhr Kundgebung der Milchbauern in Schwerin auf dem Marienplatz, ab 16.00 Uhr Begleitung der Wahlkampfveranstaltung von Frau Merkel in Schwerin auf dem Marktplatz und um 20.00 Uhr Milchbauerntreff in Körchow.
Brandenburg
Im Landkreis Prignitz wurde am Montag und Dienstag Milch auf dem Acker ausgebracht.
Schleswig-Holstein
Milchausbringung mit Jauchewagen
Niedersachsen
Kundgebung vor dem Landwirtschaftsministerium in Hannover inklusive Milchentsorgung, 19.30 Uhr Treffen der Milchbauern mit vor- und nach gelagerten Bereichen und Verbrauchern in Dannenberg mit Milchentsorgung, 20.00 Uhr Milchbauerntreffen in Bad Laer.
Kreis Warendorf. Rund 30 Milchbauern, die an die Humana liefern, erklärten sich mit ihren französischen Kollegen solidarisch.
Dannenberg.
Inzwischen ist die Menge von Landwirten, Verbrauchern, Händlern, Tierärzten, Kirchenvertretern und Verbrauchern, die sich jeden Abend um 19.30 Uhr auf dem Marktplatz treffen und sich mit den französischen Kollegen solidarisch erklären, auf 250 Menschen angewachsen. Jeden Abend kommen mehr Menschen dazu, die Welle der Sympathie für die Milchbauern wird immer größer, sogar die Polizei unterstützt das Vorhaben.
Im Landkreis Leer wurde an 2 Stellen Milch ausgebracht – und zwar an der A31 aus zwei und an der B72 aus fünf Güllewagen.
Nordrhein-Westfalen
Ungefähr 150 Schlepper trafen sich mit 20 Güllefässern am Mittwochabend in Kalkar und brachten die Milch aufs Feld aus. Mit dabei waren auch 60 Landwirte aus Holland. Die Polizeipräsenz war sehr groß.
Baden-Württemberg
Ravensburg. Ein großer Hügel aus frisch gemähtem Gras lag am Dienstag vor der Einfahrt zur Oberland-Milchverwertung. Im Gras steckt an zwei Pfosten ein Schild: "Macht Eure Milch doch selber!" Drum herum standen rund 70 Landwirte mit betroffenen Gesichtern.
Schwäbisch-Hall, Hohenlohe, Aktion am Mittwoch in Gottwollshausen bei Georg Kochendörfer, Milch wurde um 12 Uhr aufs Feld gebracht. Mahnfeuer in Bonndorf ab 20.30h
Außerdem erhielt die CSU-Kreisgeschäftsstelle Besuch und eine Milchkanne vor die Tür gestellt.
Laut Stefan Lehmann im Ortenaukreis liefern zwischen 70 bis 75 Prozent der Milchbauern keine Milch mehr. Vor der Breisgaumilch ist seit Freitagmorgen ein Wachposten aufgestellt, der alles kontrolliert, was in die Molkerei ein- und ausgeht.
Saarland
Sankt Wendel, am Dienstag demonstrierten 80 Bauern mit 30 Schleppern. Sie fuhren durch die Stadt, Bürger winkten, Bauern ließen 6000 Liter Milch vor Aldi laufen und verbrannten eine Strohpuppe, die symbolisch für die Politik stand.
Rheinland-Pfalz
Aktion in Dierdorf am Montag, während der sechs Güllewagen Milch auf die Wiese entleert wurden. Am Dienstag Abend kamen 300 Bauern mit 80 Schleppern zur Campina nach Köln, davor waren sie in Belgien gewesen..
Eifelland. Während einer Kundgebung auf der L 16 vor dem Gelände der Milch-Union Hocheifel (MUH) haben sich am Dienstag etwa 250 Bauern aus der deutschen und belgischen Eifel mit rund 60 Treckern versammelt. Von deutscher Seite informierte Kurt Kootz und von ostbelgischer Seite Rainer Lentz über die aktuelle Situation.
300.000 Liter Milch wurden in der Verbandsgemeinde Prüm mit 50 Güllewagen ausgebracht.
Bayern
Im Landkreis Fürstenfeldbruck hängte sich am Mittwoch Landwirt Johann Schamberger drei Stunden lang symbolisch an seinem Frontlader auf. Dieser stand an der Straße nach Sankt Ottilien, wo sich CDU-Staatssekretär Gerd Müller und Matthias Dobrindt trafen. Auf dem Heimweg hielten die Politiker bei den Landwirten an und diskutierten mit ihnen. Währenddessen floss in einer spontanen Aktion Milch aus sechs Güllefässern aufs benachbarte Feld. Der Hängende und auch rund 30 umstehenden Bauern trugen Schilder mit dem Spruch „Bin ich der nächste?“
Landkreis Fürstenfeldbruck
Milch wurde am Mittwoch in Güllefässern zwischen Geltendorf und Eresing aufs Feld gebracht, rund 50 bis 60 Schlepper fuhren auf der B 15, abends Mahnfeuer,
Vor der Bezirksmolkerei Ansbach trafen sich am Dienstagabend rund 50 Bauern und kippten Kleegras ab.
170.000 Liter Milch flossen aus 20 Gülletanks bei Günthersblum/Behringersdorf aufs Feld.
Anton Sidler, französischer Milchbauern aus der Normandie und Vorstand des unabhängigen französischen Milcherzeugerverbandes APLI, informierte 160 Milcherzeuger des BDM Kreisverbandes Amberg/Sulzbach über die momentane Lage in Frankreich. Ganz klar vermittelte er, dass die französischen Milchbauern sich schon jetzt zu über 60 Prozent am Milchlieferstopp beteiligen. Anton Sidler appellierte an die Zuhörer, sich nicht von Berichten in den Medien über Zahlen verunsichern zu lassen, sondern sich täglich über Internet selbst zu informieren. Sidler appellierte an die Solidarität der Deutschen.
Landshut. Versammlung am Dienstag mit 100 Teilnehmern, die sich geschlossen solidarisch erklärt haben, Stefan Lehmann war vor Ort.
Solidaritätsfeuer in Arnzell am Sonntag mit rund 40 bis 50 Teilnehmer, die Stimmung war optimistisch.
Vor der Bezirksmolkerei Ansbach versammelten sich rund 50 Milchbauern teilweise mit schwerem Gerät.
Molkereikundgebung Schongau mit 400 Teilnehmern, Grashaufen wurden vor Molkerei abgeladen und Milch ausgebracht. Am Dienstag trafen sich während zweier Informationsveranstaltungen jeweils 250 Bauern.
Udo Folgart verbrachte den Dienstagabend am Mahnfeuer bei Christine Schneebichler in Brannenburg.
Eine Auswahl von Aktionen bis Dienstag, 15.9.2009, 19.30 Uhr (Quelle: Berichte von Milcherzeugern und Presseberichte):
Schleswig-Holstein:
Am Montagmorgen Kundgebung vor dem Auslieferungslager von ALDI, außerdem wurden zwei Wahlkampfveranstaltungen von Peter Harry Carstensen besucht.
Am Dienstag war Aktion bei der Nordmilch und in Barmstedt
Mecklenburg-Vorpommern
Montag: Mahnfeuer in Körchow mit 100 Teilnehmern, dort finden jetzt alle zwei Tage Treffen statt.
Am Dienstag war das ZDF im Landkreis Müritz und filmte Landwirte, die sich mit ihren französischen Kollegen solidarisierten und Milch auf die Äcker ausbrachten.
Schwerin, MELA: Am Donnerstag bereiteten Milchbauern Minister Backhaus und Ministerpräsident Sellering einen besonderen Empfang: Während die beiden Politiker die große Landwirtschaftsschau eröffneten, zogen sie als Beerdigungsgesellschaft kostümiert hinter den beiden her.
Niedersachsen:
Landkreis Leer, 100 Milchbauern trafen sich Montagabend, das Treffen wird alle drei Tage institutionalisiert.
Gestern wurden die Türen des Landwirtschaftsministerium Hannover und des Landvolks mit Tetrapaks „zugemauert“ und heute wurde in Diepholz Milch mit Güllewagen ausgebracht.
Besonders: Team Lüchow Dannenberg
Jeden Abend um 19.30 Uhr treffen sich Milchbauern auf dem Dannenberger Marktplatz, die Landwirte solidarisieren sich mit den französischen Milchbauern. Erstes Treffen war am Sonntag mit 15 Teilnehmern, am Montag waren es bereits 50. Eingeladen waren alle Verbände, Landfrauen und Landvolk aufgerufen sowie alle Händler, Tierärzte, die Kirche und Verbraucher. Jeden Abend kommen mehr Menschen, die Welle der Sympathie für die Milchbauern wird immer größer. Dienstag kamen 250 Menschen.
Hessen:
Kreisteam Schwalm-Eder:
Montagmorgen kamen 40 Bauern zu einem Pressetermin mit Landrat Frank-Martin Neupärtl und dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Schwalm-Eder Adolf Lux. Weiterhin waren anwesend Herr Ohm vom LLH in Fritzlar und Herr Martin Häusling vom EU-Parlament.
Der HR sendete gestern um 15.00 Uhr in Hessen aktuell und um 19.30 Uhr in der Hessenschau einen Bericht.
Am Dienstag, 15.09.2009, Infoveranstaltung zu den Aktionen von Milchviehhaltern in Europa in der Gaststätte ‚Zur Post’ in Wabern-Hebel. Ein Milchviehhalter aus Frankreich berichtete umfassend über die Vorkommnisse in Frankreich.
Um 19.00 Uhr trafen sich Milcherzeuger in Marburg beim Landratsamt, von dort Marsch zur Schwälbchen Molkerei – danach Infoveranstaltung in Rauschenberg-Schwabendorf.
Milchbauernstammtisch auch in Mecherich-Vollem
Bauern kippen Milch in Gully
Die Produktion von Milch lohnt sich für Hessens Bauern nicht mehr. Das machten sie am Montag mit drastischen Aktionen deutlich: Statt Milch an die Molkereien zu liefern, kippten sie sie in den Gully. So schütteten Bauern aus dem Vogelsberg und der Schwalm am Montag eine komplette Tagesproduktion Milch in den Gully. In Bensheim sorgten etwa 15 protestierende Milchbauern mit einem Trecker-Corso für Verkehrsbehinderungen. Sie blockierten kurzzeitig eine Bundesstraße. Zuvor hatten die Landwirte auf einem Discounter-Parkplatz symbolisch Milch ausgeschüttet.
NRW:
Milchbauern aus dem Kreis Paderborn haben sich am Montag mit ihren französischen und belgischen Berufskollegen solidarisch erklärt. Bis auf weiteres wollen sie keine Milch mehr an die Molkereien liefern. Franz-Josef Lüns aus Husen fuhr 500 Liter mit dem Güllefass auf die Wiese.
Rund 7000 Liter Milch haben Bauern am Samstag vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn ausgeschüttet. Unter dem Motto «Europas Milchsee» errichteten die rund 35 demonstrierenden Bauern mit Strohballen und Folie ein etwa drei Mal fünf Meter großes Bassin. Das Becken wurde mit 7000 Litern Milch eines belgischen Bauern gefüllt, der wegen der Lieferstreiks seine Ware nicht verkauft. Die Demonstranten waren mit etwa 20 Traktoren angerückt.
Sonsbek: "Ich arbeite doch nicht nur dafür, dass die Leute billig bei Aldi und Lidl einkaufen können", sagt Milchbauer Günter Gembler. Zusammen mit Kollegen schüttet er die erzeugte Milch weg.
Kreis Olpe. Auch im Kreis Olpe gehen die Landwirte auf die Barrikaden. Vor der CDU-Zentrale in Olpe füllten sie ein Planschbecken mit frischer Milch. In Drolshagen-Bühren verteilten sie 15.000 Liter auf einer Weide.
Kreis Höxter: in Warburg- Rimbeck haben am Dienstag 55 Landwirte mit dem stellvertretenden Geschäftsführer der Humana, Herrn Vogel-Lackenberg, ungefähr eine Stunde diskutiert. Er gab zu, dass zu viel Milch auf dem Markt sei und eine Verbesserung der Situation nur durch eine Verringerung der Menge möglich sei. Er versprach, seine Mitglieder zu informieren, sich mit den Kollegen in Frankreich zu solidarisieren.
Rheinland-Pfalz
8000 Liter Milch aufs Feld gegossen
„Es gibt diesmal keinen Liefer-Boykott. Trotzdem wird die Molkerei von mir keinen Tropfen Milch erhalten.“, so Christoph Gerden. Gerdens Kollegen würden genauso denken - und handeln. Sie wollten sich mit Frankreichs Bauern solidarisieren. Schließlich könne jeder Bauer tun, wozu er Lust habe.
Baden-Württemberg:
Dienstag: Bauern des Landkreises Lörrach informierten ab 11.00 Uhr in Lörrach die Bevölkerung und verteilten Milch auf dem Alten Markt in Lörrach.
Aktionstag Molkereien am Dienstag,14.00 Uhr in Schongau, vor dem Betriebsgelände der Fa. Hochland, Kundgebung, „Macht eure Milch doch selbst!“, Fa. Hochland bekam einen Wagen voll Gras.
"Ich schütte meine Milch in den Gully"
"Ich schütte meine Milch aus Solidarität mit meinen französischen Kollegen in den Gully.", so Karl-Eugen Kühnle aus dem Kreis Alb-Donau/Ulm und hat nach eigenen Angaben seit Freitag jeden Tag gut 1.200 Liter Milch in den Abfluss laufen lassen. Auch andere Landwirte in der Region solidarisieren sich laut Kühnle mit ihren französischen Berufskollegen. Damit demonstrieren sie gegen die Milchpolitik der EU - diese vernichte ihre Existenzgrundlage.
Landwirte leeren in 24-Höfe die Milch aus
Kreis Freudenstadt - Betroffen und erschüttert waren Landwirte in 24-Höfe, als ihre Kollegen Gerhard Heinzmann aus 24-Höfe und Martin Schwenk vom Benzinger Hof in Dornstetten die vollen Milchkannen auf dem Pflaster des Hofes ausleerten. Mit dieser Aktion zeigten die Bauern ihre Solidarität mit allen europäischen Kollegen, die ebenfalls zum Protest aufgerufen hatten. Hintergrund des Geschehens waren die Proteste der bäuerlichen Kollegen, die in Frankreich, Belgien, Italien und weiteren Staaten Europas seit dem 10. September keine Milch mehr an Molkereien abgeben.
Bayern:
Roth. Nach der Schlepperdemo vor einigen Tagen in Roth solidarisieren sich immer mehr Milchbauern aus dem Landkreis Roth mit den französischen Milcherzeugern. Auf dem Hof von Josef Niedermeyer in Karm versammelten sich bereits über 50 Milchbauern, um sich über die aktuellen Ereignisse zu informieren. Manfred Gilch und Johannes Pfaller berichteten, dass bereits am ersten Milchstreiktag in Frankreich die Anlieferung um über 40 Prozent eingebrochen sei. In Österreich, den Niederlanden, Italien und der Schweiz habe sich bereits eine große pro-Lieferstopp Bewegung formiert, so Gilch.
Kreisteam Allgäu und Weilheim-Schongau: Treffen Dienstag in Marktoberdorf auf dem Altersberg,
Milchbauernstammtisch Dienstag in 82290 Landsberied
In Cham war Aktion mit 150 Milchbauern vor Molkerei, es wurde Gras abgekippt.
Molkereiaktion: Im Allgäu am Dienstag bei Molkerei Edelweiß in Kempten.
Leutkirch. Milchbauern haben Montagmorgen vor dem Stand von MdB Dr. Andreas Schockenhoff (CDU) auf dem Wochenmarkt einige Kannen Milch ausgeschüttet. Sie protestierten damit für einen kostendeckenden Milchpreis und forderten die Saldierung auszusetzen. Auf dem Hof von Hermann Fischer in Wielazhofen flossen anschließend 1100 Liter Milch in den Gully.
Mahnfeuer, Landkreis Ebersberg, Straße zwischen Zorneding und Baldham, am Dienstag um 20 Uhr
Gemeinde Halblech: Am Montag solidarisierten sich zwei Bauern, am Dienstag acht. Zum Stammtisch kamen 120 Milchbauern, die Zahl steigt.
Kämpferische Bäuerinnen, darunter auch aus Drackenstein, haben trotz Regen und Kälte die Nacht von Sonntag auf Montag auf dem Ulmer Münsterplatz verbracht. Mit dieser Protestaktion wollten sie auf die Situation der Milchbauern aufmerksam machen - indem sie auf Bundeskanzlerin Angela Merkel warteten, die am Nachmittag zu einer Wahlkampfveranstaltung kam.
Ulm - Kein Heimspiel für Angela Merkel bei ihrem Wahlkampfauftritt am Montag in Ulm: Unter den laut Veranstalter rund 4000 Zuhörern waren die Merkel-Kritiker zumindest optisch und akustisch in der Mehrheit - allen voran einige hundert Milchbauern, die die halbstündige Rede der Kanzlerin mit einem lautstarken Pfeifkonzert begleiteten.
7000 Liter in Jauchegrube Eklat bei Kirchweih (Nürnberger Nachrichten)
Neumarkt. Die Oberpfälzer Milchbauern hatten ihren französischen Kollegen Solidarität bekundet. Durch einen Schlauch pumpten sie 1.000 Liter Milch aus vier großen Behältern in eine Jauchegrube am Festplatz. Auf einem Plakat stand: «CSU? Wir werden euch nicht mehr wählen!» Auch Vertreter von Landtechnik-Unternehmen hatten sich angeschlossen. «Wenn die Landwirte sich keine neuen Maschinen mehr leisten können, produzieren wir keine mehr», sagte Martin Braun von Atech aus Velburg.
Wahlkampftermine Merkel:
16. 9. Schwerin, Nürnberg; 18. 9. Lübeck, Hamburg;19.9. Braunschweig, Finsterwalde; 20.9. Lindau, Waging; 21.9. Kassel, Mainz;
26.9. Berlin
