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Fotos: Edith Luttner

Auf Einladung des BDM-Landkreis-Teams Weilheim-Schongau besuchte Bayerns Agrarminister den Milchbauernabend, der auf dem Betrieb der Familie Heger  in der Nähe von Peißenberg im Landkreis Weilheim-Schongau stattfand.  Trotz  drückender Schwüle und notwendiger Erntearbeiten, die angesichts aufziehender Gewitter noch kurzfristig dringlich waren, fanden sich mehrere hundert Bäuerinnen und Bäuerinnen im bereitgestellten Festzelt ein.

Nach einem Vorgespräch, das noch in der Bauernstube der Familie Heger geführt worden war, stellte sich pünktlich zu Beginn der Veranstaltung ein heftiges Gewitter mit Hagelschauern und Sturmböen ein.  Nachdem der Höhepunkt des Gewitters überstanden war,  nahm Staatsminister Helmut Brunner in seinem Vortrag auf das Wettergeschehen Bezug:  Manche seien bezüglich der Milchmarktsituation im Glauben sind, das Schlimmste sei überstanden und würden die Entwicklung am Milchmarkt jetzt als Selbstläufer sehen. Das seien große Optimisten, erklärte Brunner.
Neben der Einforderung von mehr Eigenverantwortung der Branche bedarf es nach Überzeugung von Helmut Brunner einer Möglichkeit, bei schweren Marktverwerfungen auf schnellwirkende Marktmaßnahmen in Form einer zeitlich befristeten Mengenreduzierung auf EU-Ebene zurückgreifen zu können. Die Intervention ist nach Auffassung des Staatsministers kein Dauerinstrument  und 21 Cent/kg keine Alternative.  Aus seiner Sicht sei es zumutbar, bei  absehbaren schweren Marktverwerfungen beispielsweise  zeitlich befristet für ein halbes Jahr 5 % weniger Milchablieferung vorzugeben.  Man bewege sich in einer sozialen Marktwirtschaft und nicht in absolut freien Märkten, lautete eine Aussage Brunners.  Die immer wieder zu hörende Argumentation, dafür gebe es keine Rechtsgrundlage, lasse er nicht gelten. Sollte es so sein, dann müsse man diese Voraussetzungen eben schaffen,  das habe er auch dem EU-Agrarkommissar Phil Hogan so dargelegt. In seiner Heimat gelte „Heuen muss man, wenn die Sonne scheint“ - das gelte auch für die Schaffung von rechtlichen Voraussetzungen auf politischer Ebene.
Neben dem Milchmarktthema widmete sich Minister Helmut Brunner auch den laufenden Diskussionen zum Verbot der Anbindehaltung  sowie zur Weiterentwicklung der GAP 2020. Durch sein Veto bei der Agrarministerkonferenz habe er ein Grundsatzverbot der Anbindehaltung verhindert, betonte er. Bei der GAP sehe man von bayerischer Seite die Notwendigkeit, die Agrargelder zunehmend der bäuerlich geführten Landwirtschaft zukommen zu lassen.
Die anwesenden Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter folgten Minister Brunners Ausführungen trotz Festzeltbetrieb sehr aufmerksam und zollten ihm immer wieder Beifall.


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Von links: Hans Foldenauer, Pressesprecher des BDM, Romuald Schaber, BDM-Vorsitzender, Sandra Rößle, 2. Bürgermeisterin von Peißenberg, Stellv. Landrat Karl-Heinz Grehl, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, Harald Kühn, CSU-Landtagsabgeordneter, Johann Leis, BDM Landesvorsitzender für Bayern und Bernhard Heger im BDM-Beirat.