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Foto: ML Niedersachsen

(Ni/Hannover). Mit einer „Goldenen Faironika“ des European Milk Boards zeichneten die Milchviehhalter Landwirtschaftsminister Christian Meyer für seine Milchpolitik aus. Die Milchbauern aus Niedersachsen, welche gleichzeitig in dem europäischen Dachverband European Milk Board organisiert sind, nahmen Meyers starkes Engagement für Kriseninstrumente auf EU-Ebene zum Anlass für eine Auszeichnung.

Bei der Ehrung betonte Christian Meyer: „Die Milchkrise ist noch lange nicht ausgestanden“ und forderte die Erweiterung des EU-Sicherheitsnetzes:  „Es braucht endlich wirksame Krisenin-strumente auf europäischer Ebene, sonst kommen die nächste Niedrigpreisphase und das nächste Höfesterben so sicher wie das Amen in der Kirche.“ Der Minister stimmte den Milchviehhalter zu, dass noch immer keine zufriedenstellenden Milchpreise ausgezahlt werden, obwohl die Butterpreise auf Höchstständen tendieren. 
Die Landesvorsitzende des BDM und Milchbäuerin aus Thedinghausen, Frau Johanna Böse-Hartje, übergab persönlich dem Landwirtschaftsminister die „Goldene Faironika“. „Minister Meyer hatte schon zu Oppositionszeiten als grüner Politiker immer ein offenes Ohr für die Belange der Milchbauern“, sagte Böse-Hartje. „Selbst konservative Milchbauern würdigen die Hartnäckigkeit, mit der er für kostendeckende Milchpreise und damit für die Zukunft der bäuerlichen Betriebe streitet.“ Vor allem schätzte Frau Böse-Hartje die Weitsicht des Ministers und argumentierte: „Er hat immer klar gemacht, dass ein fairer, kostendeckender Preis für die Zukunft eines Betriebes ungleich wichtiger ist als unbegrenztes Wachstum. Denn gerade Familienbetriebe sind für die Lebendigkeit der ländlichen Räume unverzichtbar.“
Auch Ottmar Ilchmann, BDM-Mitglied und Milchbauer aus Ostfriesland, ermutigte Christian Meyer zukünftig nicht die Kraft für faire Lieferbeziehungen zwischen den Erzeugern, Verarbeitern und dem Lebensmitteleinzelhandel zu verlieren. „In der Milchkrise hat sich gezeigt: Die Milcherzeuger tragen das gesamte Marktrisiko allein“, erklärte Ilchmann auf der Veranstaltung.
Ursprünglich hatte das EMB den niedersächsischen Minister im Rahmen einer Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer Preis in der Kategorie „Politik national“ verliehen und ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für die Milchbauern in Deutschland und Europa gedankt. Aufgrund einer Landtagssitzung konnte Meyer den ursprünglichen Termin nicht wahrnehmen. Für die anstehende Agrarministerkonferenz (AMK) vom 27. bis 29. September in Lüneburg will der Minister das Thema „Faire Milchpolitik“ mit auf die Agenda setzen: „Wir erwarten, dass die Milchbranche und die Bundesregierung jetzt konkrete Schritte einleiten und die Forderungen der Länder umsetzen, statt weitere ergebnislose Milchgipfel abzuhalten.“