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Foto: Matthias Pätzold / pixelio.de

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. in Niedersachsen wird in seinem mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast anberaumten Gespräch neben Themen des Milchmarkts auch den Wegfall der Weideprämie thematisieren.

„Wir gehen davon aus, dass Ministerin Otte-Kinast die Milchviehhalter mit Weidehaltung nicht absichtlich im Regen stehen lassen will, sondern dass eher eine Verkettung unglücklicher Umstände,  zu dieser Entscheidung geführt hat, die die Milchviehhalter, die diese Prämie schon fest eingeplant hatten, vor erhebliche Probleme stellt“, erklärt Peter Habbena, Sprecher des BDM-Landesteams Niedersachsen. „Allen voran dürfte die vorgezogene Landtagswahl erheblich dazu beigetragen haben, dass es die versprochene Förderung nicht mehr in den Nachtrags-Haushaltsplan geschafft hat.“
„Dass die Weidetierhalter nun weder die Grünlandprämie, also die bisher im Rahmen der Ausgleichszulage verwendeten EU-Mittel, noch die alternativ versprochene höhere Weideprämie, die aus dem Landeshaushalt finanziert werden sollte, erhalten sollen, ist ein Rückschlag nicht nur für die Milchviehhaltung mit Weidehaltung, sondern auch für den gewünschten Erhalt von Dauergrünland. Es gilt jetzt, mit der Ministerin eine konstruktive Lösung dafür zu finden, wie die Weidehaltung trotz der aktuellen Mittelknappheit unterstützt werden kann.“
„Einmal mehr zeigt dieser Vorfall aber auch, wie wichtig es ist, dass die Milchviehhalter ihr Einkommen vorrangig über ihr Produkt erwirtschaften können. Die Abhängigkeit von Fördergeldern ist einer wirtschaftlich nachhaltigen Milchviehhaltung abträglich und sorgt für große Probleme, wenn fest eingeplante Fördergelder - aus welchen Gründen auch immer - plötzlich ausbleiben“, bekräftigt BDM-Vorsitzender Romuald Schaber.
„Wie die Gemeinsame Marktordnung neu ausgerichtet werden muss, um möglichst unabhängig von Fördergeldern zu werden, wird daher auch ein wichtiges Thema unseres Gesprächs mit Ministerin Otte-Kinast sein“, erklärt Peter Habbena weiter. „Entscheidend ist für uns eine Landwirtschaftspolitik, die im echten Dialog mit den Landwirten stattfindet und neben geplanten Förderungen auch die Marktgestaltung aktiv angeht. Dazu gehört für die Milchviehhalter vor allem auch die Erweiterung des EU-Sicherheitsnetzes um zeitlich befristete Mengendisziplinmaßnahmen im Falle einer Krise des EU-Milchmarkts. Auch die Agrarministerinnen und -minister der Bundesländer können hierfür im Bundesrat einen aktiven Beitrag leisten.“