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(Erfurt/Thüringen). Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. lud die Thüringer Landwirtschaftsministerin Brigit Keller und die Mitglieder des Agrarausschusses zum 3. Parlamentarischen Frühstück in den Landtag ein.

Der BDM-Sprecher Hans Foldenauer begrüßte die Gäste im Restaurant Feininger und freute sich über die große Beteiligung der Agrarpolitiker und Vertreter anderer Institutionen und Verbände. „Ohne wirkungsvolle Kriseninstrumente wird der Strukturwandel zum Bruch“, betonte er während seiner Begrüßung. Anschließend beschrieb Birgit Keller in ihrem Impulsreferat den starken Aderlass von über 7000 Milchkühen, die das Land Thüringen seit der Krise 2015/2016 verloren hat. „Jetzt muss etwas passieren, um die tierische Veredlung im Bundesland aufrecht erhalten zu können“, erklärte die Ministerin.
Vor diesem Hintergrund unterstützt Ministerin Keller die BDM-Vorschläge zum Krisenmanagement. Aus ihrer Sicht sei die Marktbeobachtungsstelle unverzichtbar. „Bei schweren Marktstörungen muss EU-weit die Milchmenge gemanagt werden“, so Keller. Weiterhin erklärte die Ministerin, dass auch über die Andienungspflicht, Lieferverträge und die Preisgestaltung gesprochen werden müsse. Aus ihrer Sicht sollen alle Marktbeteiligten an der Lösung mitarbeiten. Darüber hinaus hat die Ministerin vor, die Agrarförderprogramme auf die Thüringer Anforderungen zu optimieren.
Für Hans Foldenauer stand bei der Veranstaltung fest, dass die Branche krisenfester gemacht werden muss. Er argumentierte: Es darf nicht mehr der Fehler gemacht werden, abzuwarten und zu lange den Markt nur beobachten. Wir brauchen auf EU-Ebene Instrumente, um im worst case Szenarium auf die EU-Milchanlieferung zugreifen zu können. Aus diesem Grund muss jetzt das BDM-Krisenmanagementkonzept auf den Weg gebracht werden“. Weiter ging Foldenauer darauf ein, dass die Rechtsgrundlage schon längst geschaffen worden sei und jetzt nur noch mit Sicherheit ausgestaltet werden müsse. Der BDM-Sprecher ging auch auf die Lieferverträge ein und meinte, „Molkereien, die einen guten Milchpreis zahlen, müssen sich nicht vor kürzeren Lieferzeiten fürchten“. 
Johannes Schmidt, Thüringer Bauernverband, erklärte: „Seit der letzten Krise ist klargeworden, dass bei Marktverwerfungen eingegriffen werden muss.“ Dabei hob er deutlich hervor, dass nicht nur die Bauern unter Druck gerieten, sondern der gesamte vor- und nachgelagerte Bereich in der Landwirtschaft. „Was soll denn aus den ländlichen Regionen werden?“, fragte er die Verbandsvertreter. Auch kam beim Parlamentarischen Frühstück das Thema der zunehmenden Direktvermarktung mit Milchtankstellen zu Wort. Hierzu äußerte sich Peter Schafberg: „Mit der Direktvermarktung lässt sich nur eine Nische bedienen, aber der europäische Milchmarkt wird damit nicht ins Gleichgewicht gebracht“.

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