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Archiv

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Zum Auftakt der Agrarministerkonferenz, die vom 27. bis 29. September in Lüneburg stattfindet, forderten die Milchviehhalter des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter die Agrarministerinnen und Agrarminister auf, das EU-Sicherheitsnetz für den Milchmarkt um Kriseninstrumente auszubauen, mit denen im Krisenfall Milchübermengen eingedämmt statt eingelagert werden können. Mit der Verknüpfung des 2. EU-Hilfspakets mit Mengendisziplin hat man bereits einen wegweisenden Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das gilt es jetzt weiter auszubauen und zu optimieren.

Der riesige, noch immer in der Intervention lagernde Milchpulverberg von rund 360.000 Tonnen ist ein deutliches Zeichen eines bisher völlig unzureichenden Sicherheitsnetzes und der nicht sachgerechten Handhabung der bestehenden Kriseninstrumente. Er wirkt wie eine Milchpreisbremse für die Milchviehhalter. Während sich in den letzten Monaten die Fettpreise aufgrund einer knappen Versorgungslage positiv entwickelt haben, liegen die Preise für Milchpulver aufgrund der drückenden Pulverberge zum Teil sogar schon wieder unter Interventionsniveau. Das verhindert, dass sich die Milcherzeugerpreise so deutlich erholen können, wie dies nötig wäre, damit die Milchviehhalter ihre aufgehäuften Verluste ausgleichen und die in der Krise aufgenommenen Liquiditätsdarlehen zurückzahlen können.

20170927_130522_1.jpgDer bestehende Milchpulverberg muss jetzt marktunschädlich abgebaut werden, so eine weitere Forderung der Milchviehhalter.
Ihre Erwartungen an die Agrarministerkonferenz untermauerten die Milchviehhalter des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. mit einer weiteren Milchpulversprüh-Aktion auf einem Betrieb bei Lüneburg unter dem Motto „Marktverantwortung statt Pulver-Irrsinn“, die im Rahmen der Milch(ver-)pulver-Tour“ auch bereits in Bad Kissingen und Abensberg (Bayern), Fulda (Hessen), Bonn (NRW), in Nienborstel (Schleswig-Holstein) und in Ulm (Baden-Württemberg) stattgefunden haben.

Die Forderungen der Milchviehhalter kurz zusammengefasst:
In Krisenphasen Milch-Übermengen eindämmen statt übermäßig einlagern!
Milchpulverberge jetzt marktunschädlich abbauen und das bestehende EU-Sicherheitsnetz dauerhaft um die Möglichkeit erweitern, in schweren Marktkrisen die EU-Milchmenge zu deckeln bzw. zu reduzieren! Das BDM-Milchmarkt-Kriseninstrument muss als fester Bestandteil des Sicherheitsnetzes für den EU-Milchmarkt installiert werden!

Das lange Zögern der Bundesregierung, bis man sich schließlich doch noch für die Verknüpfung von Hilfsgeldern mit Mengendisziplin entschied, hat die Milchkrise 2015/16 unnötig verlängert und verschärft.

Jetzt müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass sich Derartiges nicht wiederholen wird.

Zur „BDM-(Ver-)PULVER-Tour“: Die Milchviehhalter des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. führen seit dem 25. August bis zur Agrarministerkonferenz (27.-29. September) mehrere „Milch(ver-)pulver-Aktionen“ in unterschiedlichen Bundesländern unter dem Motto „Marktverantwortung statt Pulver-Irrsinn“ durch.

Den Auftakt der Aktionen bildete die Begleitung der Wahlkampftermine von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 25. August in Bad Kissingen und Fulda. Beendet werden die Pulver-Aktionen mit einer Kundgebung vor der Staatskanzlei in München am 9. Oktober um 12 Uhr.

Zum Thema:

Stellungnahme von Germanwatch zu den Milchpulverlagern


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