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Archiv

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(Freising) Immer zum 1. April wird seit 2009 (bis 2013) die Milchquote entsprechend der politischen Beschlüsse um jeweils 1% erhöht.
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. beurteilt dieses starre Vorgehen, das auf die tatsächlichen Marktgegebenheiten keine Rücksicht nimmt, als beinahe planwirtschaftliches Agieren. Er appelliert daher noch einmal an die Bundesregierung, der aktuellen Marktentwicklung Rechnung zu tragen und die diesjährige Quotenerhöhung bis auf weiteres auszusetzen.

Der Markt um Rohmilch steht nicht nur in Deutschland unter Druck. Weltweit deutlich sinkende Preise für Butter und Magermilchpulver lassen erkennen, dass mehr als genug Milch auf dem Markt ist – gleichzeitig beginnt die Milchmenge im europäischen Raum jahreszeitentypisch wieder zu steigen. Die jüngsten, niedrigeren Preisabschlüsse in Europa lassen ebenfalls den Rückschluss zu, dass der Markt aktuell keine zusätzliche Mengenausweitung verträgt.
Aus Sicht der Milcherzeuger wäre es daher ein starkes Marktsignal, die zugeteilte Quotenerhöhung vorübergehend in der nationalen Reserve zu belassen und damit den Markt nicht zusätzlich zu belasten.
Erst gestern hatte Agrarministerin Ilse Aigner im Rahmen der Konferenz „Zu gut für die Tonne“ verstärkte Anstrengungen gefordert, um Abfälle nachhaltig zu vermeiden. Ebenso solle schon bei den Kindern um mehr Wertschätzung von Lebensmitteln geworben werden.
„Wie passen diese sinnvollen Forderungen mit der aktuellen Milchmarktpolitik zusammen?“, stellt BDM-Vorsitzender Romuald Schaber in Frage. „Ministerin Aigner kann nicht alle Marktbeteiligten in die Pflicht nehmen und selbst entgegengesetzt agieren. Wichtig ist jetzt für den Milchmarkt, dass zusätzliche Mengen erst gar nicht produziert werden, solange sie der Markt nicht aufnehmen kann. Schleuderpreise, die dadurch entstehen, dass zu viel Milch auf dem Markt ist, tragen ganz sicher nicht zu einer Wertschätzung dieses wertvollen Lebensmittels bei.“
Nach Ansicht des BDM könnte die Bundesregierung mit einer vorübergehenden Aussetzung der Quotenerhöhung ein vorbildliches Signal dafür setzen, dass man durch ein vorausschauendes und präventives Agieren schon die Produktion nicht benötigter Lebensmittel vermeiden muss und so auch Wertschöpfungsverluste für die Erzeuger verhindern kann. An die Bundesregierung geht überdies der Appell, sich dafür auch auf europäischer Ebene einzusetzen und so den Forderungen von Milcherzeugern aus 14 europäischen Nationen, die im European Milk Board EMB gebündelt sind, zu entsprechen.