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Verbände

08.03.13

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Pressemitteilung
IM VORFELD DER DISKUSSIONEN DER LANDWIRTSCHAFTSATTACHÉS UND DER ABSTIMMUNG IM EU-PARLAMENT NÄCHSTE WOCHE VERSENDET COPA-COGECA EIN SCHREIBEN MIT DER FORDERUNG, EU-ZUCKERPRODUKTIONSQUOTEN BIS MINDESTENS 2020 BEIZUBEHALTEN

Im Vorfeld der Diskussionen im Sonderausschuss Landwirtschaft des Ministerrats und der Abstimmung im EU-Parlament nächste Woche hat Copa-Cogeca ein Schreiben an die europäischen Abgeordneten und Landwirtschaftsattachés versandt. Darin wurde gefordert, die EU-Zuckerproduktionsquoten bis mindestens 2020 beizubehalten, um somit einen stabilen europäischen Zuckermarkt und eine dynamische Rübenindustrie sicherzustellen.

In dem Schreiben betonte Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen: „Der Zuckerrübensektor benötigt eine stabile Regelung, um seine Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern. Der Sektor wurde schon anlässlich der Reform im Jahr 2006 tiefgreifend umstrukturiert. Im Rahmen dieser Reform wurden weitreichende wirtschaftliche Kürzungen vorgenommen. Einerseits wurden die nationalen Quoten auf 85 % des Bedarfs der EU reduziert, womit die EU vom Nettoexporteur zum Nettoimporteur wurde. Andererseits wurde durch die Zuckerreform 2006 eine Liberalisierung der Raffinierung von importiertem Rohrrohzucker geschaffen und gleichzeitig einige Privilegien beibehalten, was seit 2006 zu einem Anstieg der Raffineriekapazitäten für Rohzucker geführt hat. Das Zugeständnis weiterer Privilegien gegenüber der Raffinerieindustrie muss entschieden abgelehnt, da dadurch die in Sachen Wettbewerbsfähigkeit und zukünftiger Stabilität der Zuckerrübenindustrie unternommenen Anstrengungen in Frage gestellt werden.“

Er fuhr fort: „Weitere Zuchtfortschritte, über die auf den besten Rübenstandorten Zuckererträge von bis zu 20 Tonnen pro Hektar erreicht werden können, werden zu einem effizienteren Sektor beitragen. Die Aufrechterhaltung der Zuckerrübenindustrie in unseren ländlichen Gebieten bedarf auch der Wahrung der Attraktivität des Rübenanbaus im Vergleich zu anderen Ackerkulturen.“

Deswegen fordert Copa-Cogeca die EU-Institutionen dazu auf sicherzustellen, dass die aktuelle Zuckermarktordnung zumindest bis 2020, was das Wirtschaftsjahr 2019/2020 mit einschließt, verlängert wird und dass ein Flexibilitätsmechanismus eingeführt wird, der, falls das Gleichgewicht auf dem Lebensmittelmarkt dies erfordert, ein automatisches Inverkehrbringen von Nichtquotenzucker ermöglicht. Die derzeitige Strukturierung des Sektors und die bestehenden Vertragsmodalitäten müssen ebenfalls beibehalten werden. Dieser Vertragsrahmen ermöglicht ein gutes Funktionieren der Rübenversorgungskette in der EU. Wenn die Quoten abgeschafft würden, würde der Markt Gefahr laufen, wesentlich volatiler zu werden, was Landwirten, Industrie und Verbrauchern schaden würde. Auch die Umwelt würde darunter leiden, da die Zuckerrübe eine wichtige Rolle in der Fruchtfolge spielt.

Quelle: copa-cogeca.be


Milch: Keine Rückkehr zur staatlichen Marktverwaltung

Bauernverband im Gespräch mit Europaabgeordneten
Der Deutsche Bauernverband (DBV) lehnt die Rückkehr zur staatlichen Marktverwaltung bei Milch entschieden ab. Dazu zählt auch der „freiwillige“ Produktionsverzicht. Dieser ist als Kriseninstrument völlig ungeeignet. In dieser Woche führt der Bauernverband zahlreiche Gespräche mit Europa-Abgeordneten aus allen Fraktionen zur Gestaltung der Gemeinsamen Marktordnung, die momentan im Europäischen Parlament beraten wird.

Mit starkem Unverständnis haben die deutschen Milcherzeuger auf den Vorschlag des Agrarausschusses des Europaparlamentes reagiert, eine staatlich verordnete Mengenregulierung für den Krisenfall fortschreiben zu wollen. „Durch diesen Vorschlag droht den Milcherzeugern eine komplizierte, wenig hilfreiche Reglementierung“, so Udo Folgart, Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes. Die Mengenabstimmung bzw. –prognose ist für den EU-Binnenmarkt mit 27 Mitgliedstaaten bei gleichzeitig völlig offenen Grenzen gegenüber dem Weltmarkt ein untauglicher Versuch auf dem Rücken der Milchbauern. Diese Position vertreten auch unsere europäischen Partnerverbände. Darüber hinaus sieht der Bauernverband mit großer Sorge, dass dieser Vorschlag die Milcherzeuger gegeneinander ausspielen und spalten würde.

Der DBV setzt auf eine wettbewerbsfähige und marktorientierte Milchproduktion, die ihre Chancen auf regionalen, europäischen und internationalen Märkten nutzt. Im Rahmen der Gemeinsamen Marktorganisation und mit Maßnahmen der sogenannten Zweiten Säule müssen die Milchbauern unterstützt werden, auch bei hohen Marktvolatilitäten ihre Betriebe krisenfest bewirtschaften zu können. Bis 2020 gesicherte Direktzahlungen, Kriseninterventionen bei Butter- und Magermilchprodukten sowie Grünlandprogramme und die Förderung von der Natur benachteiligter Gebiete gehören dazu.

Quelle: bauernverband.de